Im Vorfeld der Bewertung von Finanzinstrumente im Kontext des IFRS 9 ist die Kategorisierung der zu bewertenden Vermögensgegenstände vorzunehmen. Einer der wichtigsten Zwecke der Kategorisierung ist die Bestimmung der anzusetzenden Bewertungsmethode. Für die Fälle, die eine Bewertung nach Expected Cash Flow (Amortized Costs) grundsätzlich vorsehen (i.d.R. Kreditforderungen), besteht die Wahlmöglichkeit der Fair Value Option.
Folgende Fragestellungen ergeben sich in diesem Kontext:
- Welche Konsequenzen hat eine zukünftig zwingende Fair Value Bewertung gegenüber der vorherigen Bewertung nach Amortized Cost?
- Welche Auswirkungen hätte die Fair Value Bewertung gegenüber der Bewertung nach Amortized Cost bei Anwendung der Fair Value Option?
- Wie kann man durch eine bewusst gesteuerte Portfoliobildung / Differenzierung einen größtmöglichen positiven Effekt beim Anwenden der Fair Value Option erzielen?
Simulation der bilanziellen Auswirkung durch Ausüben der Fair Value Option des IFRS 9
Über eine Simulation der Fair Value Option können die bilanziellen Auswirkungen der beiden Bewertungsmethoden über mehrere Jahre vergleichend untersucht werden.
- Ausweis der bilanziellen Auswirkungen
- Marktzinsermittlung der FV-Bewertung über den risikolosen Zins zuzüglich Risikofaktoren
- Vordefinierte Risikofaktoren (z.B. Branche, Restlaufzeit, Kundenbonität)
- Risikofaktoren konfigurativ erweiterbar
- Zukünftige Entwicklung der Risikofaktoren über Bandbreiten und Eintrittswahrscheinlichkeiten einstellbar
- Differenzierung bzw. Portfoliobildung über die Risikofaktoren
- Vorschlagsliste zur Portfoliobildung
- Bestimmung der bilanziellen Auswirkung für zukünftig zwingend nach FV zu bewertende Finanzinstrumente
- Value at Risk (VaR)-Ermittlung

